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KOMMUNAL-IT · ENTSCHEIDUNGSPAKET

Praxisleitfaden: Open Source & digitale Souveränität

In 90 Tagen von der abstrakten Souveränitätsdebatte zu einem messbaren Pilot- und Exit-Fahrplan – mit Inventar, Betriebsmodell, Beschaffung, Test und Entscheidung.

ERGEBNIS

Am Ende stehen ein dokumentiertes Abhängigkeitsprofil, ein getesteter Pilot, ein belastbarer Exit-/Rollback-Pfad und eine Entscheidung auf Basis gemessener Betriebsdaten statt Grundsatzpositionen.

ZEITRAHMEN90 Tage als Orientierungsrahmen
STARTPUNKT

Ich will Open Source und digitale Souveränität mit messbaren Betriebs- und Exit-Kriterien bewerten.

Wir wollen Abhängigkeiten reduzieren, aber nicht Lizenzmodell mit Betriebsfähigkeit verwechseln und brauchen einen belastbaren Pilot-, Support- und Wechselpfad.

ENTSCHEIDUNGSWEG

Von Anforderungen bis Betrieb auf einer Datenbasis

Sechs Schritte nutzen dieselben Anforderungen und Produktdaten. Du kannst jederzeit vor- oder zurückspringen.

ARCHITEKTURKONTEXT

Welle 6 · Souveränität, Daten & KI

Open-Source-/Exit-Strategien und KI/RAG mit realen Betriebs-, Security-, Recovery- und Portabilitätsnachweisen in den bestehenden Stack integrieren.

Gesamtplan öffnen →
Liefert Grundlagen für
Kein nachgelagerter Topic-Handoff.
Gemeinsame Fähigkeiten
Recovery, Portabilität & ExitLifecycle, Governance & Betriebsverantwortung
UMSETZUNGSSEQUENZ

Schritte mit konkreten Nachweisen und Gates

01
1. Abhängigkeiten sichtbar machenWoche 1–2

Nicht mit Produkten beginnen, sondern mit den Abhängigkeiten des heutigen Dienstes.

Nachweise

  • Dienst- und Dateninventar
  • Identitäts- und Berechtigungsabhängigkeiten
  • Schnittstellen und Dateiformate
  • Hersteller-, Cloud- und Supportabhängigkeiten
  • Export- und Wiederanlaufpfade
GATEDer Pilot-Scope ist klar abgegrenzt und seine kritischen Abhängigkeiten sind benannt.
02
2. Souveränitätsprofil definierenWoche 2–3

Souveränität in prüfbare Kriterien übersetzen: Kontrolle, Transparenz, Portabilität, Wechsel- und Betriebsfähigkeit.

Nachweise

  • Kriterienmatrix für Exit und Portabilität
  • Anforderungen an offene Schnittstellen und Formate
  • Betriebs- und Supportverantwortung
  • Anforderungen an Softwarelieferkette/SBOM
  • Beschaffungsanforderungen für Rechte, Quellcode und Nachnutzung
GATEFür jedes Kriterium ist festgelegt, wie es im Pilot nachgewiesen wird.
03
3. Pilot aufbauenWoche 4–7

Einen begrenzten, realen Arbeitsablauf testen – kein Demo-System ohne Betriebsrealität.

Nachweise

  • Pilotgruppe und Use Cases
  • Identity-/MFA-Anbindung
  • Patch-, Backup- und Monitoringpfad
  • Support- und Eskalationsweg
  • Migration ausgewählter Daten und Dokumente
GATEDer Pilot kann administriert, gesichert, überwacht und wiederhergestellt werden.
04
4. Exit und Wiederanlauf testenWoche 8–9

Nicht nur den Einstieg, sondern den Wechsel und die Wiederherstellung praktisch prüfen.

Nachweise

  • Export eines repräsentativen Datenbestands
  • Reimport beziehungsweise Weiterverwendung in einem zweiten Ziel
  • Konfigurationssicherung
  • Rollback-Test
  • Dokumentierte Zeit- und Know-how-Aufwände
GATEDaten, Konfiguration und Arbeitsfähigkeit sind nicht ausschließlich an einen nicht getesteten Anbieterpfad gebunden.
05
5. Entscheidung und nächster ScopeWoche 10–13

Funktionsabdeckung, Betrieb, Support und Exit gemeinsam bewerten.

Nachweise

  • Messwerte zu Support, Stabilität und Kompatibilität
  • Abweichungs- und Risikoliste
  • Betriebskostenannahmen
  • Entscheidung: erweitern, hybrid betreiben, stoppen oder später erneut prüfen
  • Nächster klar begrenzter Scope
GATEDie Entscheidung ist nachvollziehbar dokumentiert und enthält keinen ungeklärten Produktionssprung.
MINDEST-ARTEFAKTE

Was nach dem Pilot tatsächlich vorliegen sollte

  • Abhängigkeitsmatrix
  • Souveränitäts-/Exit-Kriterien
  • Pilotarchitektur
  • Betriebs-Runbook
  • Backup-/Restore-Nachweis
  • Export-/Reimport-Protokoll
  • Support- und Eskalationsmatrix
  • Entscheidungsprotokoll
NICHT SO

Typische Fehlstarts

  • Open Source automatisch mit digitaler Souveränität gleichsetzen
  • Nur eine Funktionsdemo statt Betrieb und Recovery testen
  • Community-Software ohne benannten Service-Owner produktiv setzen
  • Migration als Big Bang statt als begrenzte, messbare Schritte planen
  • Exit-Kriterien erst beim späteren Anbieterwechsel betrachten
ENTSCHEIDUNG

Fragen für Go, No-Go oder nächste Pilotstufe

Portabilität

Sind Daten und Konfigurationen in nutzbaren Formaten exportierbar und praktisch weiterverwendbar?

Betriebsfähigkeit

Kann das Team Patchen, Monitoring, Backup, Restore und Störungen ohne Hersteller-Sonderweg beherrschen?

Interoperabilität

Sind Identitäten, Schnittstellen, Formate und Automatisierung offen genug für den vorhandenen IT-Stack?

Support

Sind Verantwortlichkeiten, Eskalation, SLAs und Know-how für den Produktivbetrieb realistisch?

Lieferkette

Sind Herkunft, Updates, Abhängigkeiten und Sicherheitsinformationen der Software nachvollziehbar?

Lebenszyklus

Sind Kosten, Migration, Exit und Weiterentwicklung über den gesamten Nutzungszeitraum betrachtet?

VERKNÜPFTE INHALTE
/kommunal-it/digitale-souveraenitaet →/berichte/open-source-in-kommunen →/projekte/open-source-pilotarbeitsplatz →/finder/open-source-alternativen →/wissen/open-source →
ANFORDERUNGEN & BESCHAFFUNG

Vom Entscheidungsweg in ein neutrales Anforderungsprofil

Muss-/Kann-Kriterien, Anbieterfragen, Pilot-Abnahme, Betrieb, Exit und Bewertungsmatrix aus demselben fachlichen Paket.

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LÖSUNGSLANDSCHAFT

Produkte und Hersteller im Projektkontext

Katalogbeispiele, Hersteller und bewusste Datenlücken zu diesem Leitfaden einordnen.

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