Projekt: IAM-/IGA-Lifecycle mit Access Reviews pilotieren
Ein begrenzter Pilot verbindet eine führende Identitätsquelle mit wenigen Zielsystemen und testet Joiner, Mover, Leaver, Berechtigungsanträge, Rezertifizierung und Ausnahmen Ende zu Ende.
1. Scope und Sollzustand festlegen
Der Pilot wählt eine Organisationseinheit, eine verlässliche Identitätsquelle und wenige Zielsysteme. Für Eintritt, Rollenwechsel und Austritt wird jeweils ein Sollzustand für Konten, Gruppen, Rollen und Fristen dokumentiert.
2. Provisioning und Rückmeldung testen
Konnektoren werden mit realistischen Fehlerfällen geprüft: Pflichtattribute fehlen, Zielsystem ist nicht erreichbar, eine Rolle existiert nicht oder ein Konto wurde lokal verändert. Fehler müssen sichtbar werden und einen verantwortlichen Bearbeitungspfad haben.
3. Access Reviews mit echten Ownern durchführen
Mindestens eine bestehende Berechtigungsmenge wird rezertifiziert. Gemessen werden Durchlaufzeit, Rückfragen, Entzüge, Eskalationen und unklare Verantwortlichkeiten.
4. Mover und Leaver als Negativtest
Ein interner Rollenwechsel und ein Austritt werden bewusst Ende zu Ende getestet. Der Pilot gilt erst dann als belastbar, wenn alte Zugriffe innerhalb der definierten Frist entzogen und technische Ausnahmen nachvollziehbar protokolliert werden.
5. Rollout in Wellen planen
Aus Integrationsaufwand, Datenqualität und Review-Ergebnissen entsteht eine Reihenfolge für weitere Zielsysteme. Fachanwendungen ohne belastbaren Provisioning-Pfad werden als eigene Integrationsprojekte behandelt und nicht hinter manuellen Workarounds versteckt.