KI in Kommunen: mit kontrollierten Assistenzfällen beginnen
Wo generative KI und Agenten kommunale Arbeit sinnvoll unterstützen können – und welche technischen Leitplanken vor dem ersten produktiven Zugriff stehen sollten.
Erst der Prozess, dann das Modell
Ein gutes KI-Projekt beginnt mit einem klaren Arbeitsproblem: zu viel Suchaufwand, wiederkehrende Textvorbereitung oder schwer zugängliches internes Wissen. Das Modell ist danach nur eine Architekturkomponente.
Geeignete Startpunkte
Use Cases mit nachvollziehbaren Quellen, begrenztem Datenzugriff und menschlicher Prüfung sind für den Einstieg besonders gut steuerbar.
- Interne Wissenssuche mit Quellenangaben
- Entwürfe für standardisierte Kommunikation
- Zusammenfassung nicht-sensibler Dokumente
- Vorbereitung von FAQ- und Serviceinhalten
Vor Produktivzugriff klären
Datenklassifikation, Mandantentrennung, Identitäten, Rollen, Logging, Aufbewahrung, Prompt-Injection-Risiken und Freigabeprozesse gehören in das technische Design. Bei Agenten kommen zusätzlich die Berechtigungen für Werkzeuge und Aktionen hinzu.
Erfolg messbar machen
Ein Pilot sollte konkrete Kriterien haben: gesparte Bearbeitungszeit, Quellenqualität, Korrekturaufwand, Fehlerrate und Akzeptanz. Nur so lässt sich beurteilen, ob ein Use Case tatsächlich skaliert werden sollte.